Gemeinschaftspraxis Dr. Immo Pape & Dr. Henrik Pape

Dobbenweg 6, 28203 Bremen

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Iritis (Regenbogenhautentzündung)

Die Iritis ist eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris). Solch eine Entzündung kann im Rahmen einiger durch Erreger (Viren oder Bakterien) verursachter Erkrankungen auftreten. In vielen Fällen tritt eine Iritis jedoch ganz spontan und ohne Begleiterkrankungen auf. In diesen Fällen wird die Iritis durch den Körper selbst verursacht. Hier müssen verschiedene Autoimmunerkrankungen (z.B. rheumatische Erkrankungen) durch Blutuntersuchungen und gegebenenfalls weitere Diagnostik (z.B. Röntgenaufnahmen) ausgeschlossen werden. Häufig wird jedoch kein konkreter Auslöser für die Iritis gefunden.

Die Patienten bemerken häufig Verschwommensehen, Rötung des Auges und Schmerzen. Diese Symptome können auch einzeln auftreten. Die Erkrankung betrifft meistens nur ein Auge, kann aber auch beidseitig auftreten.

Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß und der Ursache der Entzündung. Bei einer Iritis, die durch Bakterien oder Viren verursacht wird, muss zunächst der Erreger bekämpft werden. Bei einer nicht durch Erreger bedingten Iritis wird in der Regel mit Cortison in Form von Augentropfen oder Tabletten behandelt.

Wichtig zu wissen ist, dass eine Iritis ohne Begleiterkrankung oder auch im Rahmen von rheumatischen Erkrankungen zu Rezidiven neigt. Das bedeutet, dass ein Patient mit einer Iritis oft ein erhöhtes Risiko hat, nach Abheilung später noch einmal eine solche Entzündung zu bekommen. Diese kann auch am anderen Auge auftreten. Im Falle einer erneuten Sehverschlechterung oder sonstiger Augenbeschwerden sollten solche Patienten daher möglichst frühzeitig einen Augenarzt aufsuchen.