Gemeinschaftspraxis Dr. Immo Pape & Dr. Henrik Pape

Dobbenweg 6, 28203 Bremen

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Netzhautloch (Netzhautforamen) / Netzhautablösung

Der Glaskörper ist die Masse, die das Auge ausfüllt. Sie ist in jungen Jahren gallertartig und klar, verflüssigt sich jedoch mit zunehmendem Alter. Da der Glaskörper der Netzhaut anheftet kann es dazu kommen, dass im Rahmen des Verflüssigungsprozesses einzelne gallertartige Stränge zurückbleiben, die dann an einigen Stellen einen Zug an der Netzhaut ausüben. Diese Anheftungen können sich von alleine lösen, können jedoch auch ein Loch in die Netzhaut reißen.

Da die Netzhaut nicht fest mit ihrer Unterlage verwachsen ist sondern ihr nur locker aufliegt, kann eventuell Flüssigkeit durch das Loch unter die Netzhaut laufen und sie von ihrer Unterlage abheben (Netzhautablösung). Diese Komplikation könnte dann nur noch operativ behandelt werden. Deshalb wird ein frisches Netzhautloch in der Regel mit Laserherden abgesichert. Hierbei wird ein Ring aus Laserpunkten um das Loch herum gesetzt, um an dieser Stelle die Netzhaut mit der Unterlage "zu verschweißen", damit keine Flüssigkeit durch das Loch sickern kann.

Die Entstehung eines Netzhautloches oder die Anheftung eines Glaskörperstranges an der Netzhaut bemerkt der Patient nicht immer. Häufig kommt es aber zu einer spontanen Wahrnehmung von Lichtblitzen oder einem "schwarzen Schatten" vor dem Auge, der bei Augenbewegungen hin und her schwimmt. Sollten spontane Lichtblitze auftreten oder plötzlich neue Schleier vor dem Auge bemerkt werden, sollten Sie schnellstmöglich Ihren Augenarzt aufsuchen. Möglicherweise wird er aber auch nur harmlose Glaskörpertrübungen finden.

Für diese Untersuchung ist eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich, die für einige Stunden die Sehfähigkeit beeinträchtigt. Bis sich das Sehvermögen vollständig normalisiert hat, ist das Führen eines Kraftfahrzeugs untersagt.